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Was ist Trading?

Der Day-Trader versucht, von kurzfristigen Auf- und Abwärtschwankungen innerhalb eines einzelnen Tages zu profitieren. Das amerikanische Börsensystem erlaubt auch das "shorten" (d.h. leer verkaufen) von Aktienpositionen, um so auch an fallenden Kursen zu verdienen. Innerhalb eines einzelnen Tradingtages ergeben sich für den aufmerksamen Day-Trader viele Möglichkeiten.

Intraday Chart XCIT

Im Bild sieht man sehr gut die Möglichkeiten am Intraday-Traden zu verdienen - obwohl XCITs Schlußkurs ziemlich genau dem Eröffnungskurs entspricht ($39.25), konnten Day-Trader durch die große Volatilität der Aktie sehr gut verdienen.




Ob Sie von zu Hause traden oder aus einem Tradingroom bleibt Ihnen überlassen - beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Die Kosten sind in einem Tradingroom meist deutlich höher, dafür haben Sie Kontakt zu Gleichgesinnten.

Tradingroom

Einfluß des Internets
In Kombination mit dem Internet, dem modernen Kommunikationsmedium schlechthin, eröffnen sich insbesondere im Aktienbereich vollkommen neue und dynamische Märkte. Die deutschen Discount-Broker ermöglichen den Kunden Aktien über das Internet zu kaufen oder zu verkaufen. Einige US-Broker bieten über das Internet umfassende Lösungen und damit Zugang zu allen wichtigen nationalen und internationalen Börsenplätzen in Echtzeit (Realtime), d.h. es ist dem Internetnutzer möglich, analog zu den professioniellen Wertpapiertradern sekundengenau zu handeln.

Kosten
Von nicht geringer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die Höhe der Transaktionskosten. Amerikanische Anbieter begnügen sich meist mit 10 bis 20 US Dollar Pauschalen für einen Trade. An deutschen Kreditinstituten fällt dagegen meist Provision bei der Abwicklung eines Kauf- oder Verkaufsauftrags an US-Börsen an. Je nach Auftragsvolumen bedeutet das für den Kunden einen erheblichen Preisunterschied.

US Flagge Warum USA?
Ein Argument für den amerikanischen Markt sind sicherlich die oben erwähnten Kosten. Aber auch die Geschwindigkeit der Ausführung und die Möglichkeit mit Level II Kursen in das Orderbuch Einsicht zu nehmen sprechen für den US Markt.
Weiterhin finden Day-Trader auf dem US Markt eine größere Volatilität und ein größeres Volumen vor, eine wichtige Voraussetzung um als Day-Trader Gewinne zu erwirtschaften.
Und als eines der wichtigesten Argumente muß man die Möglichkeit des shortens von Aktien erwähnen. Gerade bei abwärts tendierenden Märkten wie im Jahre 2000 oder 2009 hat man als Trader damit ein wichtiges Werkzeug zur Verfügung.

Absturz Risiken
Das Day-Trading bietet überproportionale Gewinnchancen, aber auch die Risiken sind deutlich höher als bei der konventionellen Geldanlage.
Sie sollten sich darüber im Klaren sein, das ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist, insbesondere wenn Sie sich nicht an einige der grundlegenden Regeln halten. Day-Trading ist sicherlich nicht für jeden geeignet.

Persönliche Einstellung
Jeder, der das Day-Trading als eine Möglichkeit sieht, um schnell und mühelos reich zu werden wird  früher oder später anfangen zu zocken anstatt zu traden - dies ist ein sicherer Weg in den Ruin.
Sie sollten sich darüber im klaren sein, daß Day-Trading eine Arbeit wie jede andere sein kann. Selbst wenn Sie sich intensiv mit der Materie beschäftigen werden Sie eine ganze Weile benötigen, um wirklich zu verstehen wie das Geschäft funktioniert. Sobald Sie es als "zocken" und als grosses Roulettespiel sehen sollten Sie Ihr Konto auflösen und das Geld lieber sparen...

Diese schnellen Trades erfordern ganz andere Strategien als das klassische "Buy & Hold". Der Trader analysiert keine Bilanzen, besucht keine Hauptversammlungen oder studiert Geschäftsberichte. Das Trading ist sehr technisch orientiert, es wird nach Bewegung gesucht. Idealerweise hält man keine Positionen über Nacht und minimiert so das Risiko.

Das klingt alles sehr gut, aber warum gehen dann 80-90% aller Daytrader pleite? Es gibt sicher viele Gründe, aber einige hört man immer wieder von gescheiterten Tradern:

  • Mangelndes Fachwissen: Am Anfang sieht Trading so einfach aus, ein Mausklick und das Papier ist gekauft. Wenn es steigt macht man Geld, das kann doch jeder. Schnell kommt die Ernüchterung, mit fallendem Kontostand wird dem Trader klar, wie wenig er über die Mechanik des Marktes und über Tradingstrategien weiß. Wie jeder Beruf erfordert auch das Trading eine Ausbildung und eine Lernzeit.
  • Mangelndes Kapital: Durch die hohen Hebel, die von einigen Brokern angeboten werden, lassen sich viele Anfänger zu dem Trugschluß verleiten, daß man von 10.000 Euro oder weniger Tradingkapital bequem leben kann. Deswegen gehen sie hohe Risiken ein, um ihr benötigtes monatliches Einkommen zu schaffen. Das ist ein sicherer Weg in den Ruin.
  • Mangelnde Disziplin: Das ist wohl der Grund Nummer 1 für das Scheitern von Tradern. Viele versuchen nach Verlusten "ihr" Geld wiederzubekommen, erhöhen ihre Einsätze und kommen vom traden zum wilden Zocken an den Märkten.
  • Kein Tradingplan: Würden Sie viele Tausend Euro in eine Firma investieren, die keinen Businessplan hat? Warum gehen dann viele Trader davon aus, daß sowas vollkommen überflüssig ist?

Nun die gute Nachricht: Es ist möglich, alle diese Punkte zu überwinden und profitabel zu traden. Geben Sie nicht auf, beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen, den Strategien und den aktuellen Entwicklungen.