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Die Auswahl des Brokers

Der Erfolg oder Mißerfolg beim Day-Trading hängt auch von der richtigen Auswahl des Brokers ab. Dabei sind nicht alleine die zu zahlenden Gebühren entscheidend, sondern es gibt auch andere wichtige Kriterien. Folgende Checkliste soll Ihnen bei der Auswahl Ihres Brokers für das US Daytrading eine kleine Hilfestellung an die Hand geben.

Im Internet finden Sie viele Angebote, die meist mit auf den ersten Blick alle sehr ansprechend wirken. Prüfen Sie die Konditionen genau und vergleichen Sie die Details, es lohnt sich.
  1. Direct Access!
    Sie wollen professionell am amerikanischen Markt daytraden? Dann brauchen Sie unbedingt einen Direct Access Broker. Auch wenn Webbrowser basierte Dienste auf Anhieb billiger wirken sollten, auf lange Sicht kommt für Day-Trader nur eine richtige Tradingplattform in Frage. Nur diese Systeme erlauben Ihnen die volle Kontrolle über die Orderausführung, die eigenständigen Tradingprogramme sind schneller als alle Web basierten Angebote.
    Auch wenn Broker meist eine Gebühr von $100-$300 / Monat für Level II Kurse nehmen und dies auf Anhieb recht teuer wirkt werden Sie feststellen, daß die meisten dieser Anbieter diese Monatsgebühr ab 10 Trades im Monat auf $0 reduzieren!




  2. Wie lange existiert die Brokerfirma schon?
    Die Antwort auf diese Frage zeigt Ihnen, wieviel Erfahrungen der Broker mit seinen Ordersystemen hat und wie routiniert die Problembehandlung im Fehlerfalle erfolgen kann. Auch die Erfahrung der Trader am Telefon spielt eine wichtige Rolle, falls Sie einmal einen Order per Telefon aufgeben müssen.

  3. Welche Tradingsoftware wird verwendet?Eine stabile, schnelle und ausgereifte Trading Software ist für das professionelle Day-Trading unverzichtbar. Wichtig ist eine schnelle Ordereingabe, Zusatzfunktionen wie Orderbucheinsicht (Level II Kurse) und absolute Stabilität. Ein Softwareabsturz während eines Trades kann viel Geld kosten! Ein deutscher Anbieter mit einer sehr ausgereiften Plattform ist zum Beispiel Lynx Broker.
    Eine Webbrowser basierte Tradingplattform sollten Sie lieber nicht zum traden verwenden.

  4. Wie hoch ist die minimale Einlage für ein Tradingkonto und wie ist die Kreditlinie?
    Die meisten Direct Access Broker haben eine Minimumeinlage festgelegt. Durch neue gesetzliche Regelungen in den USA beträgt die Mindesteinlage für Day-Trading Konten $25.000. Die meisten Broker bieten Ihnen auch ein Handeln auf Kredit (margin) an. Sollte Ihnen das zuviel sein für den Einstieg, dann ist vielleicht der CFD Handel eine gute Wahl für Sie.

  5. Wie hoch sind die Gebühren pro Trade?
    Auch eine Ersparnis von nur $2 pro Trade kann bei einem Day-Trader am Ende des Monats eine grosse Differenz ausmachen. Fragen Sie auch nach Rabatten für besonders aktive Trader.
    Einige Broker bieten einen Komplettpreis pro Trade an, bei einigen kommen zu den Grundgebühren noch Zuschläge für die Benutzung verschiedener Ordersysteme hinzu.

  6. Wie hoch sind die Nebenkosten?
    Bei einigen Brokern fallen noch Kosten für die Kontoführung oder die Rücküberweisung zu Ihrer Bank an. Auch haben einige Häuser eine "inactivity fee", daß heißt eine Zusatzgebühr wenn Sie im Quartal nicht traden.
    Auch die Kosten für das Handeln auf Kredit (margin) können deutlich variieren. Vergleichen Sie unbedingt alle Kosten die anfallen und sehen Sie nicht nur die Grundgebühr pro Trade.

  7. Wie umfangreich ist die Short Liste des Brokers?
    Dies ist für den aktiven Trader eine sehr wichtige Frage. Nur Aktien, die auf dieser Liste stehen können zum shorten verwendet werden. Gerade bei kleineren Firmen ist die Liste oft sehr kurz, und so entgehen Ihnen wichtige Gewinnchancen.

  8. Wie sind die Handelszeiten?
    Fast alle Broker erlauben den Handel ab mindestens 09:00 EST (New Yorker Zeit, entspricht 15:00 unserer Zeit). Um diese Zeit steht diverse ECN zur Verfügung. Die meisten Firmen erlauben das Trading bis 04:30 EST.


  9. Bei Forex und CFD Brokern: Wie hoch ist der Spread?
    Bei den meisten Forex Brokern zahlen Sie keine Gebühren, der Broker verdient am Spread. Der Spread ist die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Zur Zeit können das je nach Anbieter von 1-4 Pips sein. Viele Trader vernachlässigen diesen Unterschied, aber auf Dauer macht das einen wesentlichen Unterschied!
    Eine Beispielrechnung: Ein Standard Forexlot im EUR/USD hat einen Pip Wert von $10. Wenn Sie nur 5 Trades pro Tag machen sind das ca. 1.000 Trades pro Jahr, eine Differenz von 3 Pips bedeutet 30.000 Dollar Unterschied in Ihrer Gewinnrechnung!

    Möchten Sie genauer wissen, was Pip, Spread und Forex Kurse sind? Dann schauen Sie doch mal auf der Seite Forex Kursdarstellung nach.