Der Erfolg oder Mißerfolg beim Day-Trading hängt auch von der richtigen Auswahl des Brokers ab.
Dabei sind nicht alleine die zu zahlenden Gebühren entscheidend, sondern es gibt auch andere wichtige
Kriterien. Folgende Checkliste soll Ihnen bei der Auswahl Ihres Brokers für das US Daytrading eine kleine Hilfestellung an die Hand
geben.
Im Internet finden Sie viele Angebote, die meist mit auf den ersten Blick alle sehr ansprechend wirken. Prüfen Sie
die Konditionen genau und vergleichen Sie die Details, es lohnt sich.
Direct Access!
Sie wollen professionell am amerikanischen Markt daytraden? Dann brauchen Sie unbedingt einen Direct Access Broker.
Auch wenn Webbrowser basierte Dienste auf Anhieb billiger wirken sollten, auf lange Sicht kommt für Day-Trader nur eine
richtige Tradingplattform in Frage. Nur diese Systeme erlauben Ihnen die volle Kontrolle über die Orderausführung,
die eigenständigen Tradingprogramme sind schneller als alle Web basierten Angebote.
Auch wenn Broker meist eine Gebühr von $100-$300 / Monat für Level II Kurse nehmen und dies auf Anhieb recht teuer wirkt
werden Sie feststellen, daß die meisten dieser Anbieter diese Monatsgebühr ab 10 Trades im Monat auf $0 reduzieren!
Wie lange existiert die Brokerfirma schon?
Die Antwort auf diese Frage zeigt Ihnen, wieviel Erfahrungen der Broker mit seinen Ordersystemen hat und wie
routiniert die Problembehandlung im Fehlerfalle erfolgen kann. Auch die Erfahrung der Trader am Telefon spielt
eine wichtige Rolle, falls Sie einmal einen Order per Telefon aufgeben müssen.
Welche Tradingsoftware wird verwendet?
Die Screenshots auf unserer Seite stammen von dem hervorragenden Tradingprogramm RealTick III der Firma
Townsend Analytics. Diese Software ist sehr
ausgereift und stabil und wird von mehreren Brokern angeboten. Einige andere verwenden Eigenentwicklungen, die teilweise
eine beachtliche Qualität erreicht haben.
Eine Webbrowser basierte Tradingplattform sollten Sie nicht zum professionellen daytraden verwenden.
Wie hoch ist die minimale Einlage für ein Tradingkonto und wie ist die Kreditlinie?
Die meisten Direct Access Broker haben eine Minimumeinlage
festgelegt. Durch neue gesetzliche Regelungen in den USA beträgt die Mindesteinlage für Day-Trading Konten $25.000
Die meisten Broker bieten Ihnen auch ein Handeln auf Kredit (margin) an.
Wie hoch sind die Gebühren pro Trade?
Auch eine Ersparnis von nur $2 pro Trade kann bei einem Day-Trader am Ende des Monats eine grosse Differenz
ausmachen. Fragen Sie auch nach Rabatten für besonders aktive Trader. Einige Broker bieten einen Komplettpreis
pro Trade an, bei einigen kommen zu den Grundgebühren noch Zuschläge für die Benutzung verschiedener
Ordersysteme hinzu.
Wie hoch sind die Nebenkosten?
Bei einigen Brokern fallen noch Kosten für die Kontoführung oder die Rücküberweisung zu Ihrer Bank an. Auch haben einige Häuser
eine "inactivity fee", daß heißt eine Zusatzgebühr wenn Sie im Quartal nicht traden.
Auch die Kosten für das Handeln auf Kredit (margin) können deutlich variieren. Vergleichen Sie unbedingt alle Kosten die anfallen
und sehen Sie nicht nur die Grundgebühr pro Trade.
Wie umfangreich ist die Short Liste des Brokers?
Dies ist für den aktiven Trader eine sehr wichtige Frage. Nur Aktien, die auf dieser Liste stehen
können zum shorten verwendet werden. Gerade bei kleineren
Firmen ist die Liste oft sehr kurz, und so entgehen Ihnen wichtige Gewinnchancen.
Welche ECNs werden angeboten?
Sie sollten keinen Broker akzeptieren, der keinen Zugriff auf ISLD (Island ECN) anbietet.
Diese sind zum day-traden ungeeignet. Auch für Trades ausserhalb der normalen Börsenöffnungszeiten
ist dieser Zugriff unbedingt erforderlich. Sollte der Broker zusätzlich INCA (Instinet) oder andere anbieten,
so ist das ein zusätzlicher Pluspunkt.
Wie sind die Handelszeiten?
Fast alle Broker erlauben den Handel ab mindestens 09:00 EST (New Yorker Zeit, entspricht 15:00 unserer Zeit).
Um diese Zeit steht SelectNet zur Verfügung. Die meisten
Firmen erlauben das Trading bis 04:30 EST.